Zeittafel
zur Geschichte von Linz
 
Der Raum Linz weist bereits seit dem 4. Jahrtausend v. Chr. eine kontinuierliche Besiedlung auf.
Seit 400 v. Chr. gab es in Linz keltische Ansiedlungen. Die Römer errichteten hier im 1. Jahrhundert n. Chr. ein Kastell mit dem Namen Lentia.
Diese Bezeichnung geht auf keltische Wurzeln (lentos bedeutet "gekrümmt", auch im Sinne von "an der Biegung des Flusses") zurück.
 
Der Name Linz ist gemeinsam mit der Martinskirche erstmals in einer Urkunde aus dem Jahre 799 bezeugt.
 
13./14. Jh.

Linz ging ca. 1205/06 vom hochfreien Geschlecht der Herren von Haunsperg in den Besitz der Babenberger über. Wahrscheinlich unter Herzog Leopold VI. kam es zu einer planmäßigen Erweiterung der Stadtanlage nach Süden und Osten mit dem Hauptplatz als Zentrum und zum Bau der Stadtpfarrkirche östlich des Hauptplatzes.

Der Stadtcharakter von Linz in der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts wird durch die Nennung von "cives" = Bürger (1228), der Bezeichnung "civitas" = Stadt (1236) sowie das Vorhandensein eines Stadtrichters und eines Stadtsiegels (1242) unterstrichen. Als gewachsene Stadt besitzt Linz weder eine eigene Stadtrechtsurkunde, noch erfolgte eine formelle Stadterhebung.

 
1490
Linz wurde erstmals als Landeshauptstadt von Österreich ob der Enns
bezeichnet.
   

 1805, November bis  1806, Februar

Französische Truppen besetzen Linz.

 

 1805, 4. bis 9. November

Aufenthalt des französischen Kaisers Napoleon im Linzer Landhaus.

 
 

 1938 - 1945

Aufbau einer Großindustrie (Reichswerke Hermann Göring, Stickstoffwerke Ostmark) und Errichtung zahlreicher Wohnbauten, Neubau der

Nibelungenbrücke; Linz wird ein Zentrum der Rüstungsindustrie im Zweiten Weltkrieg; Hitler plant ein Groß-Linz als eine der fünf "Führerstädte" des Großdeutschen Reiches, wo er seinen Alterssitz errichten will.

 
 

 

 
 1939

Eingemeindung des Keferfeldes

 
 

 1944 - 1945

22 alliierte Luftangriffe haben schwere Zerstörungen und 1679 Todesopfer zur Folge

 
 

 1945, 5. Mai

Einmarsch amerikanischer Truppen, Kriegsende und Beginn der Besatzungszeit, der Stadtteil Urfahr wird zwischen 27. Juli und 3. August von sowjetischen Truppen besetzt und verselbstständigt; die Donau bildet bis 1955 die "Demarkationslinie" zwischen dem amerikanisch besetzten Linz und dem sowjetisch besetzten Urfahr, der Übertritt von einer Zone in die andere ist nur Personen mit Personaldokumenten gestattet und wird bis 1953 an den Donaubrücken kontrolliert

 
 

 1945 - 1962

Amtszeit des sozialistischen Bürgermeisters Dr. Ernst Koref, der als Architekt des Wiederaufbaues gilt

 
 

 1947

Offizielle Eröffnung der Volkshochschule Linz
Eröffnung der Kunstschule der Stadt Linz, seit 1973 "Hochschule für künstlerische und industrielle Gestaltung", seit 1998 "Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz".

 
 
 1948

Gründung der "Neuen Galerie der Stadt Linz - Wolfgang-Gurlitt-Museum", seit 1979 im Gebäudekomplex "Lentia 2000" im Stadtteil Urfahr beheimatet

 
 
 1952

Eröffnung des Stadions auf der Gugl, Um- und Ausbau auf internationalen Standard in jüngster Zeit. Eröffnung des Botanischen Gartens der Stadt Linz, der danach mehrmals erweitert wird

 
 
 1953

Eröffnung des ersten LD-Stahlwerkes der VOEST.

 
 
 1954

Großes Hochwasser der Donau mit verheerenden Überschwemmungen im Stadtbereich

 
 
1954 - 1957

Neubau der Kammerspiele als zweite Spielstätte des Landestheaters nach Entwürfen von Clemens Holzmeister

 
 
  1957

Erstellung des ersten Generalverkehrsplanes für die Stadt Linz

 
 
  1963

Eröffnung des Schlossmuseums als kulturgeschichtliche Abteilung des Oberösterreichischen Landesmuseums

 
 

 1968 - 1970

Neubau des Bruckner-Konservatoriums im Stadtteil Urfahr

 
 

Fenster schließen